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29.10.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Aggressive Ausdehnung

NATO-Manöver »Trident Juncture« dient auch der Vorbereitung weiterer Übungen in der Nähe Russlands und Chinas

Jörg Kronauer

Am Donnerstag vergangener Woche früh um 0.01 Uhr hat es offiziell begonnen: das NATO-Manöver »Trident Juncture 2018« (»Dreizackverbindung«), die größte Übung des westlichen Militärpaktes seit dem Ende des Kalten Kriegs. Lange ist das Manöver vorbereitet worden; bereits Ende August wurden die ersten deutschen Soldaten nach Norwegen verlegt – und seit Wochen sind die PR-Stäbe der Bundeswehr bemüht, der Kriegsübung mit rund 50.000 Soldaten eine größere öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Schließlich ist »Trident Juncture 2018« nicht nur eine nötige Trainingsmaßnahme, wie sie jedes Militärbündnis braucht, um optimal operationsfähig zu sein; es ist zugleich, wie ein ARD-Kommentator zum Beginn des Manövers formulierte, »ein Kraftakt, der Eindruck machen soll«. Und zwar Eindruck bei potentiellen Gegnern.

Das Manöverszenario ist denkbar simpel: Zwei Blöcke, die »Südkräfte« und die »Nordkräfte«, stehen sich gegenüber. Die »Nordkräfte«, der Einfachheit halbe...

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