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25.10.2018 / Medien / Seite 15

Frau Sánchez und der »Nazi«

Autorin der Deutschen Welle und Brasiliens Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro auf einer Linie. Ein Widerspruch? Ach was

Volker Hermsdorf

Am Sonntag will in Brasilien mit Jair Bolsonaro ein Politiker Präsident werden, den Leonardo Boff, einer der bekanntesten katholischen Theologen des Landes, einen »Nazi« nennt. Die Deutsche Welle (DW) sieht es offenbar ähnlich. In mehreren Beiträgen zur bevorstehenden Stichwahl bezeichnete der Sender Bolsonaro als »rechtsextrem« und verwies darauf, dass dieser die Mörderbanden der früheren Militärdiktatur (1964 bis 1985) feiert und sich für die Folter einsetzt. DW berichtete auch korrekt über den sexistischen Angriff des Kandidaten auf eine Abgeordnete der Arbeiterpartei PT, bei dem der ihr zugerufen hatte, sie sei »so hässlich, dass sie es nicht einmal verdiene, vergewaltigt zu werden«. Doch trotz derartiger Beiträge trauen Bürgerrechtler, Mitglieder sozialer Bewegungen und kritische Journalisten in Brasilien dem Sender nicht über den Weg.

Das Glaubwürdigkeitsproblem hat einen Namen: Yoani Sánchez. Mit der kubanischen Systemgegnerin beschäftigt der Ausla...

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