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25.10.2018 / Ausland / Seite 6

Der Präsident und der große Raub

Südafrika: Banker und Komplizen bereicherten sich an Anlegern

Christian Selz, Kapstadt

Bertolt Brechts Frage bleibt relevant: »Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?« – Die Antwort ist für die Anleger der südafrikanischen VBS Mutual Bank inzwischen klar. Knapp zwei Milliarden Rand (120 Millionen Euro) sollen Mitglieder aus der Führungsetage des Instituts sowie politisch gut vernetzte »Partner« in die eigenen Taschen abgezweigt haben. Das geht aus einem von der südafrikanischen Zentralbank in Auftrag gegebenen Untersuchungsbericht hervor, der am 10. Oktober veröffentlicht wurde. Etwa eine der nun geraubten zwei Milliarden Rand kam demnach aus den Kassen ohnehin klammer Gemeinden, der Rest von Kleinanlegern. Inzwischen ist die Bank pleite, ein Verwalter wurde eingesetzt, um die Geschäfte abzuwickeln.

Noch brisanter wurde die Angelegenheit, nachdem die Johannesburger City Press Mitte Oktober unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus dem Umfeld eines VBS-Großanlegers berichtete, dass Staatspräsident Cyril Ramaphosa be...

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