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25.10.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Mutmaßlich Feuerzeug geworfen

In Dessau steht ein Aktivist der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh vor Gericht

Susan Bonath

Prozessauftakt am Mittwoch vor dem Amtsgericht Dessau-Roßlau: Auf der Anklagebank sitzt Michael S. Der 63jährige soll während einer Gedenkdemonstration am 7. Januar 2016 mehrfach eine Handvoll leere Feuerzeuge in die Richtung der Köpfe von fünf Polizeibeamten geworfen und so versucht haben, sie »gefährlich zu verletzen«. Dies sei ein symbolischer Akt, wie S. betont, der jedes Jahr am Todestag von Oury Jalloh von vielen Demonstrationsteilnehmern vollzogen werde. Verteidiger Felix Isensee hält das zunächst auf drei Verhandlungstage festgesetzte Verfahren für »reine Schikane«, S. spricht von »Rache der Justiz« gegen die Oury-Jalloh-Initiative.

Nach Eröffnung und Belehrung will Verteidiger Felix Isensee einen Antrag stellen. Nach einigem Hin und Her kann er beginnen: Das Verfahren sei einzustellen, weil Aussage gegen Aussage stehe und ein Beweis nicht erbracht werden könne, sagt Isensee. Auch eine besondere Glaubwürdigkeit von Polizeibeamten sei »ganz besonde...

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