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22.10.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ins Ziel gerettet

Nach Trump-Intervention schien General Electric Siemens Riesendeal im Irak wegzuschnappen. Jetzt bekamen die Bayern doch den Zuschlag

Jörg Kronauer

Jetzt also doch: Siemens hat sich beim Rennen um den mindestens neun, vielleicht sogar 13 Milliarden Euro schweren Auftrag zur Reelektrifizierung des Irak gegen seinen alten US-Rivalen General Electric (GE) durchgesetzt.

Die Stromversorgung in dem Land des Auftraggebers ist desolat. Dies trug zuletzt kräftig dazu bei, die Iraker zu Massenprotesten auf die Straße zu treiben. Nun soll endlich etwas geschehen. Die Regierung in Bagdad will neue Kraftwerke bauen, alte instandsetzen und die Stromnetze im Land in Ordnung bringen lassen. Siemens-Chef Josef (»Joe«) Käser hatte Ende September eigens den irakischen Ministerpräsidenten Haider Al-Abadi aufgesucht, um seinem Wunsch, den wohl größten Auftrag der Firmengeschichte zu erhalten, Nachdruck zu verleihen. Dann aber hatte in der vergangenen Woche die Meldung die Runde gemacht, US-Präsident Donald Trump habe mit einer direkten Intervention in Bagdad das Ruder herumgerissen und GE den Zuschlag gesichert. Die Aufr...

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