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22.10.2018 / Ausland / Seite 6

Endspurt zur Macht

Schmutzige Methoden: In Brasilien spammen Unternehmer illegal Propaganda des Kandidaten Jair Bolsonaro

Peter Steiniger

Die Deutsche Bank muss es wissen: Hinter dem Faschismus steht das Kapital. Kurz vor der ersten Runde der brasilianischen Präsidentschaftswahlen am 7. Oktober bezeichneten deren Analysten den Ul­trarechten Jair Bolsonaro im Newsletter des Geldhauses als »Wunschkandidaten der Märkte«. Bei der Stichwahl am kommenden Sonntag zwischen Bolsonaro, der 46 Prozent der gültigen Wählerstimmen einfuhr, und dem Bewerber von der Arbeiterpartei PT, Fernando Haddad, könnte der Exponent der äußersten Reaktion an die Hebel der Macht gelangen. Sicherstellen soll das die massenhafte Beeinflussung der Bevölkerung mit groben Falschmeldungen, manipulierten Fotos und Videos zur Verleumdung des linken Kandidaten. Zur Verbreitung dient vor allem der Facebook gehörende Instant-Mes­saging-Dienst Whats-App, den fast jeder in Brasilien nutzt. Tag für Tag werden aus der Bolsonaro-Ecke Hunderte Anti-PT-Fakes an Millionen Brasilianer geschickt. Dabei kommen sogenannte Social Bots zum Ei...

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