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20.10.2018 / Geschichte / Seite 15

Modernisiertes Preußen

Vor 100 Jahren entließ Kaiser Wilhelm II. General Erich Ludendorff. Mittels der Einbindung der Sozialdemokratie sollten die Kriegsfolgen abgemildert werden

Reiner Zilkenat

Am Vormittag des 26. Oktober 1918 eilten die beiden Angehörigen der Obersten Heeresleitung (OHL), Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff, vom Generalstabsgebäude in der Leipziger Straße zum Schloss Bellevue. Dort hatte Kaiser Wilhelm II. angesichts der immer schwierigeren politischen und militärischen Situation mittlerweile Quartier genommen. Besonders gefährlich war die Lage an der Westfront. Bereits am 29. September hatten beide Spitzenmilitärs von ihrem obersten Kriegsherrn einen sofortigen Waffenstillstand verlangt, ansonsten drohe der Zusammenbruch der Front. Jetzt, knapp vier Wochen später, war der Einmarsch der Kriegsgegner auf deutsches Staatsgebiet absehbar. Und in der Armee gärte es. Soldaten, die in Richtung Front marschierten, wurden immer häufiger mit den Rufen »Streikbrecher« empfangen.

Um das Schlimmste abzuwenden, entschloss sich die politische Führung, die begonnene Parlamentarisierung weiter zu betreiben. Am 3. Oktober 1918 war der bad...

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