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17.10.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Viel zu billiger Strom

Belarus kurz vor Fertigstellung des ersten AKW. Das provoziert Widerstand aus baltischen EU-Staaten

Reinhard Lauterbach

Im Nordwesten von Belarus (Weißrussland) geht der Bau des ersten Atomkraftwerks (AKW) des Landes seiner Vollendung entgegen. Die Anlage in der Ortschaft Astrawez im Bezirk Hrodna soll mit dem ersten Block 2019 ans Netz gehen, die installierte Leistung beträgt 1.200 Megawatt (MW). Ein zweiter solcher Block soll 2020 folgen. Das Projekt war 2007 beschlossen und nach längeren Verzögerungen 2013 begonnen worden. Die Investitionssumme beläuft sich nach neuesten Schätzungen auf umgerechnet etwa zehn Milliarden Euro, zu 90 Prozent wird sie von russischen Banken finanziert.

Der Bau war im Land lange umstritten. Hatte es doch 1986 70 Prozent des gesamten radioaktiven Niederschlags infolge der Katastrophe im AKW Tschernobyl abbekommen. Lange war daher eine neue Atomanlage im Lande politisch nicht durchsetzbar. Auch waren die Preise für russisches Gas niedrig und für Belarus noch extra subventioniert. Deshalb schien die Frage auch nicht dringlich. Doch eine erste En...

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