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17.10.2018 / Ausland / Seite 8

»Wir sind da um Jahre zu spät dran«

Nach EU-Umweltministertreffen: Österreichs Regierung bremst in Sachen Klimapolitik. Ein Gespräch mit Johannes Wahlmüller

Johannes Greß

Beim Treffen der EU-Umweltminister am 9. Oktober einigte man sich unlängst darauf, den Kohlendioxidausstoß von Pkw bis 2030 um 35 Prozent reduzieren zu wollen. ÖVP-Umweltministerin Elisabeth Köstinger zeigte sich hocherfreut über die Einigung. Sind auch Sie euphorisch?

Ich bin nicht so begeistert. Einerseits ist es natürlich sinnvoll, dass es CO2-Beschränkungen gibt und diese weiter verschärft werden. Aber für die Erreichung der Klimaziele bräuchten wir diese 35 Prozent schon im Jahr 2025 – und nicht erst 2030. Das heißt, wir sind da um Jahre zu spät dran. Wir bräuchten im Jahr 2030 schon eine Verbesserung der CO2-Bilanz um 60 bis 70 Prozent. Da hätte Österreich noch mehr rausholen können. 40 Prozent, wie anfangs gefordert, wären möglich gewesen.

Umweltministerin Köstinger meinte, mehr als 35 Prozent wären »Unfug« und »komplett illusorisch«.

Da bin ich anderer Meinung. Das EU-Parlament plädiert weiterhin für eine Reduktion von 40 Prozent.

Unlängst hat die...

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