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15.10.2018 / Inland / Seite 2

»Niemand verlässt freiwillig seine Heimat«

Spaniens Kommunisten für Aufnahme von Flüchtlingen und Ende des Franco-Gedenkorts bei Madrid. Ein Gespräch mit Julio Díaz

André Scheer

Spanien ist in diesem Jahr zu dem EU-Land geworden, in dem die meisten Flüchtlinge aus Afrika ankommen. Welche Folgen hat das?

Auch wenn zur Zeit viele Menschen ankommen, bleibt Spanien ein Land, das seine Bürger zur Auswanderung zwingt. Momentan leben 2,55 Millionen Bürger Spaniens im Ausland. Das muss man ins Verhältnis setzen zu den 25.000 Menschen, die in diesem Jahr gekommen sind. Was wir aber nicht relativieren werden, sind die Tausenden Toten. Tausende Menschen, die durch den Kapitalismus aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Rechte verbreitet in den Arbeitervierteln, dass die Flüchtlinge kämen, um uns das bisschen wegzunehmen, was wir haben. Überall auf der Welt ist es die Aufgabe der Kommunisten, solcher Propaganda entgegenzutreten, auch wenn das eine schwierige Aufgabe in Provinzen ist, in denen die Erwerbslosigkeit bei über 50 Prozent liegt und die Bevölkerung verarmt. Wenn dort jede Woche 500 bis 600 Menschen ankommen, ist das eine schwer zu...

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