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12.10.2018 / Ausland / Seite 7

Hilfe gibt es keine

Curaçao hat Probleme, Venezolaner aufzunehmen. Niederlande bleiben tatenlos

Gerrit Hoekman

Auf der Karibikinsel Curaçao sind 15.000 Menschen aus Venezuela gestrandet. Die eine Hälfte hat eine Aufenthaltsgenehmigung, die andere ist unerlaubt im Land. Sie fristet im überfüllten Gefängnis von Willemstad ihr Dasein, die Zustände sind schlimm. Menschenrechtler kritisieren Curaçao dafür.

Allein: Das dichtbesiedelte, kleine Eiland ist logistisch und finanziell nicht in der Lage, die Aufgabe zu stemmen. Die Arbeitslosigkeit beträgt 25 Prozent, 40 Prozent der 160.000 Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Formal gehört Curaçao zwar immer noch zum Königreich der Niederlande, doch vom Mutterland ist keine Hilfe zu erwarten.

Das machte eine entsprechende Debatte im Parlament von Den Haag am Dienstag deutlich. Die Partei von Premierminister Mark Rutte, die rechtsliberale VVD, stellte klar, dass es die Angelegenheit von Curaçao sei, wen es ins Land lasse. Die Insel sei autonom. Der Staatssekretär für die Beziehungen im Königreich, Raymond Willem Knops, ein ...

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