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12.10.2018 / Ausland / Seite 6

Zerschnittenes Tischtuch

Georgien will in NATO und EU. Gastlandauftritt bei Frankfurter Buchmesse ist Begleitprogramm

Reinhard Lauterbach

Russland hat in Georgien keine Lobby mehr. Seit dem fünftägigen Krieg im August 2008, in dem Moskau die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien davor bewahrte, mit Gewalt in den georgischen Staat zurückgeholt zu werden, ist das Tischtuch zwischen Moskau und Tbilissi zerschnitten. Bis heute gibt es keine diplomatischen Beziehungen zwischen den Nachbarländern. Insofern ist das Bestreben, die südkaukasische Republik in NATO und EU zu führen, Konsens der politischen Klasse Georgiens. Auch die Präsidentenwahl am 28. Oktober in dem Land, dass dieses Jahr Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse ist, wird daran nichts ändern.

Um den Posten des Staatsoberhaupts bewerben sich insgesamt 46 Kandidaten, Amtsinhaber Giorgi Margwelaschwili tritt nicht mehr an. Als halbwegs aussichtsreich gilt in erster Linie die »Unabhängige« Salome Zurabischwili. Die gebürtige Französin und vorübergehende Diplomatin dieses Landes war von Expräsident Micheil Saakaschwili in die g...

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