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11.10.2018 / Medien / Seite 15

Als wäre es nicht passiert

Leitmedien manipulieren durch Weglassen. Ein Beispiel: Die USA-Reise des kubanischen Staatschefs Ende September

Volker Hermsdorf

Zum Regieren brauche er »nur Bild, BamS und Glotze«, sagte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Februar 1999 zu Beginn seiner ersten Amtszeit. Wer in den Medien nicht vorkommt, so der logische Umkehrschluss, ist politisch quasi nicht existent. Eine häufig zu beobachtende Manipulationstechnik der Meinungskonzerne ist das Verschweigen von Informationen, vor allem von solchen, die gewohnte Feindbilder konterkarieren könnten.

Ein Beispiel dafür ist der Umgang mit dem seit April amtierenden kubanischen Staatspräsidenten Miguel Díaz-Canel. Der Politiker war Ende September eine Woche lang in New York und hatte dort mehrere Auftritte. So hielt er seine erste Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen und sprach bei deren Nelson-Mandela-Friedensgipfel. Weder die dabei bekräftigte Anklage der US-Blockade gegen Kuba noch eine Reihe weiterer politischer Aktivitäten des Staats- und Regierungschefs fanden in den großen Medien der USA Erwähnu...

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