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10.10.2018 / Ausland / Seite 8

»Viele nehmen das als politisch motiviert wahr«

Protest gegen »Rentenreform« brachte im Sommer Zehntausende auf die Straße. Beteiligung nimmt ab. Ein Gespräch mit Sergej Reschetin

Yurii Colombo, Übersetzer: Andreas Schuchardt

Die Proteste gegen die »Rentenreform« in Russland – ein Projekt der Regierung von Präsident Wladimir Putin, das eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters mit sich bringt – hat international für Schlagzeilen gesorgt. Wie viele haben sich daran beteiligt?

Insgesamt waren rund eine halbe Million Menschen auf den Straßen. Besonders umfangreich war die Mobilisierung in Zentralsibirien und im Fernen Osten, wo die Krise stärker zu spüren ist. In einigen Kleinstädten fanden im Sommer etwa zehn bis 15 Tage lang Aktionen statt: Versammlungen, Veranstaltungen und Mahnwachen.

Wer hat die Proteste organisiert?

Die aktivsten politischen Organisationen waren die Kommunistische Partei von Gennadij Sjuganow und die populistische Bewegung von Alexej Nawalny. Doch mein Eindruck ist, dass eher das Thema aktiviert hat als die Aufrufe der Organisationen. Diese Parteien wurden von den Leuten eher als politische Maschinerien »benutzt«, die bereitstanden, als dass sie ...

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