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10.10.2018 / Ausland / Seite 7

Heimspiel für Erdogan

Der türkische Präsident zu Besuch in Budapest. Gegendemonstration von Neofaschisten zugelassen

Matthias István Köhler

Die Beziehungen zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und der EU scheinen sich zu entspannen. Sein Besuch in Berlin Ende September war, auch wenn es kritische Töne gegeben hat, ein klares Zeichen.

Waffenexport und -import, das sogenannte Flüchtlingsabkommen und andere Geschäfte standen auch im Mittelpunkt des zweitägigen Staatsbesuches des türkischen Präsidenten in Budapest, der am gestrigen Dienstag zu Ende ging – für Erdogan, der von dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban seit Jahren hofiert wird, ein Heimspiel. Daran änderte auch nichts, dass Oppositionspolitiker ein Plakat aus dem Parlament hängten, auf dem Orban, Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin unter dem Wort »Diktatoren« zu sehen waren. Eine andere Demonstration war zuvor untersagt worden.

Stabilität – die beschwor der ungarische Ministerpräsident immer wieder während des türkischen Staatsbesuchs. Die Stabilität der Türkei sei Bedingung dafür, dass »Un...

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