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10.10.2018 / Titel / Seite 1

Wölfe im Fadenkreuz

Politiker fordern, den Gruß türkischer Faschisten zu verbieten. Debatte um Erdogans Sicherheitspersonal

Nick Brauns

Aus unterschiedlichen Ecken des politischen Spektrums wird in der Bundesrepublik die Forderung nach einem Verbot der faschistischen Grauen Wölfe aus der Türkei und ihrer Symbole laut. »Jede Form des Faschismus ist menschenverachtend und eine Bedrohung für unsere freiheitliche Gesellschaft«, erklärte der CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries gegenüber Bild (Dienstagausgabe). Die Vizefraktionschefin der Linksfraktion Sevim Dagdelen forderte ein Verbot des Wolfsgrußes, einer zum Wolfskopf geformten Hand, der »mit dem Hitlergruß durchaus vergleichbar« sei. In der Türkei sind die Grauen Wölfe für zahlreiche Morde an Linken, Aleviten und Kurden verantwortlich. Ihre Mutterpartei MHP befindet sich in einer antikurdischen Kriegsallianz mit der religiös-nationalistischen Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Vorbild für die Forderung nach einem Verbot der Grauen Wölfe ist das Nachbarland Österreich. Dort hatte die rechtsgerichtete Regierung von B...

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