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09.10.2018 / Ausland / Seite 8

»Wenn sich etwas verändert, dann zum Negativen«

Seit 20 Jahren befindet sich PKK-Gründer Abdullah Öcalan in Isolationshaft in der Türkei. Ein Gespräch mit Reimar Heider

Jan Greve

Am 9. Oktober 1998 hat Abdullah Öcalan Syrien verlassen, wenig später wurde er in Italien festgenommen. Daran erinnern viele Kurden in diesem Jahr zum nunmehr 20. Mal. Warum ist er von so großer Bedeutung?

Öcalan ist der Vordenker und Gründer der Arbeiterpartei Kurdistans, der PKK. Über viele Jahre hat er die Ausrichtung der Bewegung maßgeblich bestimmt und ihr Ideen geliefert. In den letzten Jahren ist er sogar noch wichtiger geworden: als wesentlicher Stratege des Friedensprozesses – solange dieser stattgefunden hat – sowie bei der Umorientierung der Bewegung zu einer basisdemokratischen, die sich für die Emanzipation der Frau einsetzt. So sehen wir es heute im syrischen Rojava.

An den Jahrestag zu erinnern ist wichtig, weil es schon damals, im Herbst ’98, vehemente Kriegsdrohungen gegen Syrien gegeben hat. Es hieß damals seitens der Türkei, man könne innerhalb weniger Tage vor den Toren von Damaskus stehen. Zudem bedeutet dieses Datum, dass Öcalan seit...

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