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09.10.2018 / Ausland / Seite 6

Gefängnisleiter liest mit

US-Staat Pennsylvania verschärft die Haftbedingungen: Post läuft über Privatunternehmen

Jürgen Heiser

Im Strafvollzug Pennsylvanias werden die Repressionsschrauben angezogen. Anfang September wurden alle Häftlinge in den 27 Gefängnissen des US-Bundesstaats rund um die Uhr in ihren Zellen eingesperrt. Zunächst für zwei Wochen. Kein Hofgang mehr, keine Besuche oder Post von draußen. Fünf Tage nach dem ohne Erklärung verhängten Einschluss und dem Kappen aller Verbindungen nach draußen erließ das »Department of Corrections« (DOC), die Gefängnisbehörde Pennsylvanias, mit dem Segen von Gouverneur Thomas Wolf (Demokraten) am 10. September neue Richtlinien für alle Außenkontakte der etwa 50.000 Inhaftierten des Ostküstenstaats.

Seither wird die gesamte Korrespondenz der Gefangenen an eine Privatfirma in Florida umgeleitet. Das Unternehmen namens Smart Communications scannt jeden Brief samt Beilagen und speichert ihn in einer Datenbank, bevor das Original vernichtet und dem Gefangenen nur noch ein Ausdruck der Datei ausgehändigt wird. Sieben Jahre lang darf das Un...

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