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08.10.2018 / Feuilleton / Seite 10

Das erstrebenswerte Maß

Großes Theater- und Weltverständnis: Ein neues Buch mit Briefen des Schauspielers Eberhard Esche

Jakob Hayner

»Kein am Theater angestellter Mensch ist dem Publikum so nahe wie der Schauspieler. Kein Intendant, kein Dramaturg und schon gar kein Regisseur«, schrieb Eberhard Esche in einem Brief an eine Zuschauerin. Die hatte den Schauspieler in einer Vorstellung am Deutschen Theater (DT) in Berlin gesehen und sich per Brief an ihn gewandt, um Lob auszudrücken. Esche, der nie verheimlichte, dass Schauspieler auch vom Lob leben und überhaupt davon, vom Publikum wahrgenommen zu werden, antwortete prompt.

Esches Teil des sich über mehrere Jahre bis zu seinem Tod 2006 erstreckenden Briefwechsels kann man nun in dem von Esther Esche herausgegebenen Band »Der Kunst zu dienen. Briefe an eine Theaterenthusiastin« nachlesen. Die anonymisierte Zuschauerin stammte aus Westberlin und war von dem, was sie am DT sehen konnte, dem Vernehmen nach begeistert, laut Esche kein Einzelfall: »Nach dem Mauerfall blieb das gewohnte Publikum aus Gründen fern und es kamen die Menschen aus We...

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