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08.10.2018 / Ausland / Seite 7

Eine Kathedrale für Franco

Angehörige des spanischen Exdiktators wollen Leichnam in Madrider Kirche beisetzen

Carmela Negrete

Einen Diktator zu ehren, sei »nicht mehr zeitgemäß«. Mit diesen Worten hatte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez im Sommer kurz nach seinem Amtsantritt angekündigt, dass die Leiche Francisco Francos aus dem Mausoleum im sogenannten Tal der Gefallenen exhumiert und an einem anderen Ort beerdigt werden solle. Damit griff der Sozialdemokrat eine alte Forderung der demokratischen Bewegung Spaniens auf, die ein Ende des Kults um den faschistischen Putschisten und dessen Herrschaft fordert. Doch die Angehörigen des Diktators planen einen Coup. Sie kündigten an, Franco in einem Familiengrab in der Kathedrale La Almudena im Zentrum von Madrid bestatten zu lassen.

Die Familie Franco besitzt dort vier Grabstellen. Zwei sind bereits belegt, in ihnen ruhen Francos Tochter Carmen und ihr Gatte. Zwar verbietet der Vatikan seit 1983 Bestattungen in Kirchen, doch der Erwerb der Ruhestätten war rechtzeitig vorher über die Bühne gebracht worden. Die Krypta in Almudena is...

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