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05.10.2018 / Feuilleton / Seite 11

Diese doppelte Spannung

Humanistisches Feingefühl: Zur Retrospektive des Fotografen Marc Riboud in Aachen

Marc Peschke

Als 14jähriger reiste Marc Riboud im Jahre 1937 mit der Kodak-Taschenkamera seines Vaters zur Weltausstellung nach Paris. Im besetzten Frankreich ging er in den Widerstand, kämpfte in der Résistance. Nach Kriegsende studierte er in Lyon Maschinenbau und arbeitete als Ingenieur in verschiedenen Fabriken, bis er sich 1951 für ein Leben als Fotograf in Paris entschied. Dort begegnete er Robert Capa und Henri Cartier-Bresson, wurde schnell Mitglied der neuen Fotoagentur Magnum, später sogar deren Präsident.

Viele von Ribouds Aufnahmen haben Geschichte geschrieben, wurden zu Ikonen. Er fotografierte in Indien und China, das er 1965 mit der Eisenbahn bereiste, in Nepal, der Sowjetunion, in Afrika und immer wieder auch in Paris. An der Seine machte er seine bekanntesten Bilder – etwa jenes des Anstreichers auf dem Eiffelturm: Wie ein Tänzer steht er da, »Le peintre de la Tour Eiffel«, aufgenommen 1953, Grazie und Gelassenheit über dem Abgrund. Life druckte die M...

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