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04.10.2018 / Ausland / Seite 6

Spekulanten horten Äpfel

In Kuba wird nach Berichten über private Bereicherung debattiert

Volker Hermsdorf

Der kubanische Journalist Iroel Sánchez hat mit einem Artikel über Lebensmittelspekulanten in den vergangenen Tagen Hunderte von Leserzuschriften in verschiedenen Medien des Landes ausgelöst. Der von Sánchez aufgedeckte Vorfall hat auch eine Debatte über das Verhältnis von privatem Sektor und staatlicher Kontrolle in Handel und Wirtschaft neu belebt. Am 7. September beobachtete der in Havanna lebende Filmemacher Hans-Peter Weymar in dem Einkaufszentrums »La Puntilla« im Stadtteil Miramar eine für ihn zunächst unerklärliche Aktion: »Ich habe mich gewundert, mit welcher Hektik da reihenweise Apfelkartons in Autos geladen wurden«, schrieb er an Bekannte in Deutschland.

Einen Tag später lüftete Sánchez in seinem Blog »La Pupila Insomne« das Geheimnis in einem Artikel unter dem Titel »Überfall in La Puntilla«. Eine Gruppe junger Leute, von denen viele T-Shirts mit US-Flagge trugen, hatten 150 Kartons mit Äpfeln in einen Transporter der staatlichen Handelskette...

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