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02.10.2018 / Ausland / Seite 7

Der Iran ist immer schuld

In Bahrain unterdrückt das sunnitische Herrscherhaus jeden Protest der Schiiten

Gerrit Hoekman

Im Golfstaat Bahrain sind in der vergangenen Woche 169 Menschen der Bildung einer »terroristischen Organisation« angeklagt worden. Sie sollen versucht haben, einen Ableger der libanesischen Hisbollah zu gründen. Generalstaatsanwalt Ahmed Al-Hamadi sagte am vergangenen Dienstag, 111 der Beschuldigten befänden sich in Haft, die anderen seien nach ihrer vorläufigen Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Alle Angeklagten sind Schiiten, wie die Mehrheit der Bevölkerung in Bahrain. Das allmächtige Königshaus aber ist sunnitisch. Das sorgt für Spannungen. Seit die Schiiten 2011 während des sogenannten Arabischen Frühlings gegen die Herrschaft der Sunniten in Bahrain aufbegehrten, ist König Hamad Al Khalifa misstrauischer als je zuvor. Damals konnten nur die zu Hilfe eilenden Panzer des großen Bruders Saudi-Arabien den Sturz der Herrscherfamilie durch das aufgebrachte Volk verhindern. Doch nach wie vor fühlen sich die 67 Prozent Schiiten im Land politisc...

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