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01.10.2018 / Inland / Seite 2

»Schöne Worthülsen nutzen niemandem«

Vor »Tag der deutschen Einheit«: Ostdeutsches Netzwerk kritisiert weiter bestehende Ungerechtigkeiten. Gespräch mit Matthias Werner

Jan Greve

An diesem Mittwoch steht der sogenannte Tag der deutschen Einheit an. Sie laden zu einer Protestveranstaltung, einer »alternative Einheitsfeier«, ein. Überschrieben ist diese mit dem Satz »Die Würde des Menschen ist unantastbar«. Wieso ist es Ihnen wichtig, das an diesem Tag hervorzuheben?

Seit dem Anschluss der DDR an die BRD wird die Würde der Menschen in Ostdeutschland in den Dreck gezogen. Umfragen ergeben, dass sie sich weiterhin als »Bürger zweiter Klasse« fühlen. Ihre Lebensleistung wird nicht anerkannt. Und nach wie vor hinken Löhne und Renten denen im Westen hinterher. All das ist letztlich nur ein Ausdruck dafür, dass Lebensjahre in der DDR als quasi »verlorene« Jahre hingestellt werden – als Zeit, die die Menschen in einem »falschen System« verbracht haben. Es ist notwendig, den Finger in die Wunde zu legen und auf die bestehenden Ungerechtigkeiten hinzuweisen.

Der hervorgehobene Satz ist bekanntlich im Grundgesetz zu finden. Es gibt also auch ...

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