Gegründet 1947 Donnerstag, 17. Oktober 2019, Nr. 241
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
29.09.2018 / Inland / Seite 2

»Quasi ein Hinterhof der Türkei«

Abschiebung kurdischer Aktivisten nach Bulgarien: CSU-Wahlkampf und Geschenk für Erdogan. Ein Gespräch mit Mazlum Baris

Gitta Düperthal

Während das deutsche Staatsoberhaupt, Frank-Walter Steinmeier, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Staatsbankett empfängt, droht am Montag zwei kurdischen Aktivisten die Abschiebung von München nach Bulgarien. Wie kam es dazu?

Die Aktivisten Y. T. und R. A. waren am 30. August nach Deutschland eingereist. Sie hatten sich auf der Flucht kennengelernt. Wenige Stunden nach ihrer Einreise wurden sie im bayerischen Teisendorf zwischen Salzburg und Traunstein festgenommen und in die Abschiebehaftanstalt Eichstätt gebracht. Dort werden Geflüchtete unwürdig behandelt. Sie dürfen nur eine halbe Stunde telefonieren und können keine Unterlagen verschicken. Selbst die Kommunikation mit Anwälten ist eingeschränkt. Den Eilantrag, der die Wirkung des Abschiebebeschlusses aufhebt, konnte Y. T. noch innerhalb der Frist durch seine Anwältin einreichen. Er ist noch in Eichstätt. Bei einer Verhandlung am Freitag hieß es, er solle am 10. Oktober abgeschoben...

Artikel-Länge: 4256 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €