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29.09.2018 / Ausland / Seite 7

Ein Kreuz für drei Fragen

In Republik Mazedonien sollen die Wähler am Sonntag Änderung des Staatsnamens legitimieren. Linke rufen zum Boykott auf

Roland Zschächner

Es ist eine Abstimmung zur Show. Am morgigen Sonntag ist die wahlberechtigte Bevölkerung Mazedoniens dazu aufgerufen, die Frage »Sind Sie für die Mitgliedschaft in der EU und der NATO unter Annahme der Vereinbarung zwischen der Repu­blik Mazedonien und der Republik Griechenland?« zu beantworten. Das Referendum ist »konsultativ«. Das heißt, selbst wenn das erforderliche Quorum – mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten müssen abstimmen – erreicht wird, muss das Ergebnis von der sozialdemokratischen Regierung von Premierminister Zoran Zaev nicht umgesetzt werden.

Zaev will das Land mit aller Macht in die NATO und in die Europäische Union bringen. Dafür muss der langjährige Streit mit Griechenland gelöst werden. Athen hatte den verfassungsmäßigen Staatsnamen – Republik Mazedonien – nicht anerkannt. Damit seien Gebietsansprüche auf die gleichnamige griechische Region verbunden, lautete das Argument bisher aller griechischen Regierungen seit 1991, als der...

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