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29.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Frauen standen in der ersten Reihe«

Dorf in Ostanatolien vom Eisenerztagebau bedroht, Bewohner leisten Widerstand. Ein Gespräch mit Mustafa Arslan

Nick Brauns

Die Bewohner des Dorfes Dedeyazi in der türkischen Provinz Malatya wehren sich seit Jahren gegen den Betrieb eines Eisenerztagebaus. Sie selbst stammen von dort und haben hier Anfang 2018 eine Solidaritätsinitiative gegründet. Welche Gefahren gehen vom Erzabbau aus?

Er bedroht in vielerlei Hinsicht die Lebensgrundlage der rund 200 – übrigens ausschließlich alevitischen – Familien im Dorf, die vorwiegend von Landwirtschaft leben. Der Tagebau ist mittlerweile bis auf 100 Meter an das Dorf herangerückt. Durch Sprengungen sind bereits Dutzende Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Staub führt außerdem dazu, dass die Bestäubung der Pflanzen gestört wird. Es kommt zum Rückgang des landwirtschaftlichen Ertrages. Der Schutt wird in den umliegenden Bächen entsorgt und der Tagebau wird direkt über der Hauptwasserquelle der Anwohner betrieben. Die Qualität des Trinkwassers für die Bewohner ist gefährdet, ebenso wie die ausreichende Bewässerung der Felder....

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