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28.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Der Fall ist extrem ungewöhnlich«

»Christliche« Scheingewerkschaft torpediert in Wernigerode Tarifverhandlungen der IG Metall. Ein Gespräch mit Janek Tomaschefski

Nico Popp

Im Werk Wernigerode von VEM Motors versucht die IG Metall seit einiger Zeit, einen Tarifvertrag für die etwa 450 Kolleginnen und Kollegen durchzusetzen. Die Geschäftsführung hat in der vergangenen Woche einen Vertrag abgeschlossen, allerdings mit der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM). Was genau ist da passiert?

Der Arbeitgeber hat hinter dem Rücken seiner Beschäftigten einen Vertrag abgeschlossen mit einer Gewerkschaft, die faktisch keine Mitglieder in dem Betrieb hat.

Der Vertrag gilt nur für Mitglieder der CGM. Sie sagen, die CGM hat keine Mitglieder in dem Betrieb. Wie passt das zusammen?

Der Arbeitgeber kann erst einmal abschließen, mit wem er möchte. Das ist sein gutes Recht. In diesem Fall ist es in der Tat so, dass in dem Betrieb keine Mitglieder vorhanden sind. Auch wenn zwei oder drei Mitglieder da wären, wäre das natürlich ein krasses Missverhältnis zur Mehrheit, die bei der IG Metall organisiert ist. Wenn der Arbeitgeber einen Vertrag absc...

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