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27.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Rendite über Marktniveau

Danske Bank soll in Estland 200 Milliarden Euro gewaschen haben. Profitables Geschäftsmodell im Baltikum droht wegzubrechen

Reinhard Lauterbach

Die skandinavischen Staaten sind bekanntlich stolz auf das hohe Niveau an Transparenz ihrer Gesellschaften. Außerhalb ihres nordeuropäischen Kernlands gilt dies jedoch offenbar nicht in demselben Maße. Diesen Schluss muss man aus einer Bankenaffäre ziehen, die seit einigen Wochen Dänemark erschüttert. Das größte Geldinstitut des Landes, die Danske Bank, soll zwischen 2007 und 2015 in ihrer estnischen Tochtergesellschaft Geld im Umfang von bis zu 200 Milliarden Euro gewaschen haben. Zu diesem Ergebnis kamen, aufgestört offenbar durch Ermittlungen in den USA, interne Ermittler des Hauses. Bankchef Thomas Borgen trat deshalb am 19. September von seinem Posten zurück.

Dazu hat er mutmaßlich auch allen Anlass. Denn er war, bevor er seinen Job an der Spitze des Vorstands 2013 antrat, Chef des Auslandsgeschäfts der Danske Bank, also auch unmittelbarer Vorsitzender der estnischen Tochter. Die hatte das Kopenhagener Geldinstitut 2007 von der finnischen Großbank Sa...

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