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26.09.2018 / Sport / Seite 16

Auf dem Altar

Was Faschismus und Profitgier mit Fußball zu tun haben? Alles. Und nichts

Uschi Diesl

Bundestrainer Joachim Löw hatte Luka Modric zum Weltfußballer des Jahres 2018 gewählt, vor Kylian Mbappé und Eden Hazard. Als Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft hatte auch Modric selbst mit abgestimmt, für Raphaël Varane vor Cristiano Ronaldo und Antoine Griezmann. Er schien sich mit seinem Exkollegen Ronaldo abgesprochen zu haben, der als portugiesischer Kapitän für Varane vor Modric und Griezmann votierte. Manuel Neuer hatte natürlich auch irgend jemanden gewählt – wen, ließe sich leicht herausfinden.

Als Ronaldo kurz vor knapp die Teilnahme an der Preisverleihung absagte, war klar, dass er es nicht geworden war. Die Trophäe wiegte in der Nacht zum Dienstag in London schließlich Modric in den Armen, der Mann für den vorletzten Pass, frisch wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

Nach dem WM-Finaleinzug im Sommer hatte er für den Empfang in Zagreb eine »erste Bedingung«, wie er später dem kroatischen Maxportal sagte: die Teilnahme von Ustascha-Thom...

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