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19.09.2018 / Antifa / Seite 15

Drohgebärden wegen Chemnitz-Parodie

AfD stellt Dreharbeiten für Satirevideo als Fake-News-Verschwörung dar und stalkt Produzenten. Hasskommentare beziehen sich auf jüdische Namen

Claudia Wangerin

Satiriker leben nicht ungefährlich, wenn sie die AfD aufs Korn nehmen und dann auch noch mutmaßlich Juden sind. Bedrückende Erfahrungen mit organisiertem Stalking von seiten der rechten Partei schilderte am Montag der Chefautor des »Bohemian Browser Balletts« und Gesellschafter der Produktionsfirma Steinberger Silberstein GmbH unter der Überschrift »Ein Hauch von ’33« in seinem Blog. »Und plötzlich steht ein AfD-Abgeordneter im Hausflur und filmt dein Klingelschild. Wenn Politiker bei Künstlern auftauchen, um ihnen zu zeigen: ›Wir wissen, wo Du wohnst‹, dann sind wir wieder soweit, liebe Freunde«, schrieb Christian Brandes unter dem Künstlernamen Schlecky Silberstein.

In einer hochdramatischen Presseerklärung hatte die AfD Berlin am Mittwoch vergangener Woche vorgegeben, eine Verschwörung aufzudecken: Sie sei »entsetzt von dem Versuch, Fakevideos an einem falschen Parteistand zu drehen«, erklärte der Pressesprecher und F...

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