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14.09.2018 / Ausland / Seite 7

Almosen für die Armen

Frankreichs »Präsident der Reichen« will das Land mit acht Milliarden Euro ruhigstellen

Hansgeorg Hermann, Paris

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, den sie nicht nur in den Vorstädten von Paris den »Präsidenten der sehr Reichen« nennen, will den Klassenkampf in den kommenden dreieinhalb Jahren mit insgesamt rund acht Milliarden Euro ein wenig entschärfen. Der Mann, der sich im Juni noch darüber aufregte, dass die Regierung zur Aufrechterhaltung einer minimalen Sozialstruktur »ein Wahnsinnsgeld« ausgebe – rund 25 Milliarden pro Jahr –, hat offenbar die Gefahr erkannt, die für das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell von der wachsenden Zahl unter der Armutsgrenze lebender Menschen ausgehen könnte.

Macron stellte seinen »Armutsplan« in einer Regierungserklärung am Donnerstag persönlich vor. Der »Plan« des Chefs sei es, frohlockte am Mittwoch Macrons Palastsprecher Benjamin Griveaux, vor allem der nachwachsenden Generation zu helfen, der sich in den sogenannten defavorisierten Familien ständig reproduzierenden Armut aus eigener Kraft zu entfliehe...

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