13.09.2018 / Inland / Seite 8

»Rassismus ist kein Weg aus Perspektivlosigkeit«

»Wir sind mehr« in Essen. Demonstration soll Zeichen gegen Rechte im Ruhrgebiet setzen. Gespräch mit Sonja Neuhaus

Markus Bernhardt

Unter dem Hashtag »Wir sind mehr« rufen Sie für den heutigen Donnerstag zu Protesten in Essen auf. Warum?

Nach dem Solikonzert in Chemnitz mit 65.000 Menschen war es uns wichtig, auch im Ruhrgebiet ein klares Zeichen gegen rechte Hetze zu setzen. Rassismus ist kein Alleinstellungsmerkmal des Ostens von Deutschland, auch im Ruhrgebiet ist er längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Außerdem wollen wir nicht immer nur dann reagieren, wenn Rechte bereits eine Kundgebung angemeldet haben, sondern proaktiv auf die Straße gehen. Wir demonstrieren also dieses Mal ganz bewusst für statt gegen etwas.

Aber warum demonstrieren Sie in Essen gegen Neonaziaufmärsche, die in Chemnitz stattgefunden haben?

Unsere Demonstration richtet sich nicht nur gegen die Neonaziaufmärsche in Chemnitz, sondern gegen rechte Hetze und Gewalt überall. Erst vergangene Woche wurde die Pizzeria eines linken Kommunalpolitikers in Essen von Neonazis überfallen und er sowie ein ...

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