13.09.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Abkommen für die Feinde

Palästinensische Linke kritisieren Oslo-Vereinbarungen. Sie sehen darin einen Verrat

Gerrit Hoekman

Die Kritik ist hart. »Diejenigen, die an der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens beteiligt waren, müssen sich beim palästinensischen Volk entschuldigen«, sagte Khaled Barakat 2015 am 22. Jahrestag des Oslo-I-Vertrages. Mehr noch: Sie müssten vor ein Gericht gestellt werden. Nachzulesen ist das auf der Homepage der marxistischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Barakat ist einer ihrer führenden Köpfe.

»Oslo war ein Verbrechen, ein Skandal und ein Desaster«, sagte Barakat. »Die Bankrotterklärung der palästinensischen Bourgeoisie.« Das Bürgertum habe schon immer danach getrachtet, die eigenen Interessen und das eigene Kapital zu verteidigen, ganz gleich in welchem staatlichen Konstrukt. Die Autonomiebehörde sei inzwischen über internationale Wirtschaftsabkommen in den kapitalistischen Markt integriert und habe si...

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