12.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Boykotteur in Not

Iran-Blockade verknappt Ölangebot. US-Regierung sucht neben den Saudis weitere Lückenfüller und will auch in Moskau anfragen

Jörg Kronauer

Erst war American Football angesagt, dann ging es um Öl: US-Energieminister Richard Perry hat zu Wochenbeginn seinen saudischen Amtskollegen Khalid Al-Falih in Washington empfangen. Nach standesgemäßer Einstimmung – Perry, ehemaliger Gouverneur von Texas, hatte schon am Sonnabend gemeinsam mit Al-Falih ein Spiel der »Texas A & M Aggies« besucht – verhandelten die beiden am Montag über ein Thema, das die gesamte Branche derzeit umtreibt wie kaum ein zweites: die bevorstehenden US-Ölsanktionen gegen Iran.

Die US-Diplomatie dazu läuft auf Hochtouren. Ab Anfang November soll, so verlangt es Präsident Donald Trump, kein Staat der Welt mehr iranisches Öl erwerben. Das soll helfen, die Regierung in Teheran im mittelöstlichen Machtkampf in die Knie zu zwingen, auch über den Weg, die iranische Wirtschaft in den Kollaps und die Bevölkerung zur Revolte treiben. Der Boykott muss nun – Ziel Nummer eins – durchgesetzt werden. Niemand macht ihn freiwillig mit. Nur, ...

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