10.09.2018 / Sport / Seite 16

Kein altes Eisen

Der türkische Zweitligist Adana Demirspor und seine Fans stehen für aufsässigen Fußball

Glenn Jäger

Adana Demirspor: »Demir« wie »Eisen«, alter Eisenbahnerklub, 1940 als Betriebssportverein gegründet. Von ähnlich proletarischem und aufsässigem Ruf wie der italienische Verein AS Livorno, der 2009 in Adana zu einem legendären Freundschaftsspiel gastierte, empfangen mit Kuba-Fahnen, roten Bannern, Che-Guevara-Transparenten und nicht enden wollenden Bella-Ciao-Gesängen von den Rängen. Ein 20minütiges Video, im Netz nicht schwer zu finden, dokumentiert die Stimmung eindrucksvoll. Was beide Vereine noch verbindet: einstige Erstklassigkeit, derzeit zweite Liga.

Schon der Name des 1938 gebauten Stadions, das man sich mit dem ebenfalls zweitklassigen Adanaspor teilt, ist ein Politikum: »5 Ocak Fatih Terim Stadyumu«. Der 5. Januar (5 Ocak) erinnert an den Anfang des Jahres 1922: Französische Besatzungstruppen mussten sich infolge des türkischen Befreiungskrieges aus Kilikien zurückziehen, einem einstigen armenischen Königreich im Süden der heutigen Türkei mit Ada...

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