08.09.2018 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Ich bin Anarcho und wehre mich gegen starre Ideologien«

Gespräch mit Konstantin Wecker. Über Bewegungen von unten, den Kampf gegen rechts und Kultur als Aufforderung zur Selbstreflexion

Markus Bernhardt

Über 70.000 Menschen kamen am Montag in Chemnitz bei einem Konzert zusammen, um ein Zeichen gegen Neonazis und Rassismus zu setzen. Wie fanden Sie die Initiative aus dem Musik- und Kulturbetrieb?

Ich finde es toll, dass so viele Menschen an dem Konzert teilgenommen haben. Dass an den Tagen zuvor mehrere tausend Nazis in Chemnitz aufmarschiert sind, unter den Augen der Polizei den Hitlergruß zeigen und Hetzjagden auf vermeintliche Migranten und Antifaschisten machen konnten, war hingegen unerträglich. Dieser Hass, der da zutage trat, erinnerte mich an die Pogrome, die wir zu Beginn der 1990er Jahre in Rostock, Hoyerswerda und anderen – übrigens auch westdeutschen – Städten erleben mussten. Ich selbst habe in der Vergangenheit an antifaschistischen Protesten und Blockaden in Dresden teilgenommen und weiß, wie wichtig es ist, die Straße nicht den Rechten zu überlassen. Vor allem in einem Bundesland wie Sachsen, wo Nazis und Rassisten schon seit Jahren überdu...

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