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08.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Warschau will mitbestimmen

Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU verlangt die polnische Regierung mehr Einfluss in der Europäischen Investitionsbank

Reinhard Lauterbach

Im Schatten der Vorbereitung auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union reift ein Konflikt um die künftigen Kapitalanteile an der Europäischen Investitionsbank (EIB) heran. Wie die Financial Times am Donnerstag berichtete, droht Polen damit, eine nach dem »Brexit« fällige Umstrukturierung der Kapitalanteile zu blockieren. Ziel der Warschauer Regierung ist, dass der polnische Anteil an der Bank gemäß der gewachsenen wirtschaftlichen Bedeutung des Landes im Rahmen der EU gerecht wird. Warschau ist dafür offenbar sogar bereit, frisches Geld einzuzahlen.

Gegenwärtig halten Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien je 16,1 Prozent der Anteile am Kapital der EIB. Jeder dieser Anteile entspricht etwa 40 Milliarden Euro, von denen jeweils rund vier Milliarden Euro tatsächlich eingezahlt sind. Der Großteil der Summe besteht aus Zahlungsversprechen, die bei Bedarf bedient werden. Der polnische Anteil liegt bei nur 2,1 Prozent. Warschau is...

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