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08.09.2018 / Ausland / Seite 6

Staatschef gegen UN-Gremium

Guatemalas Präsident Morales will Korruptionsbekämpfer loswerden

Thorben Austen, Quetzaltenango

Guatemalas Präsident James »Jimmy« Morales ist endgültig auf Konfrontationskurs mit der von den Vereinten Nationen eingesetzten »Internationalen Kommission gegen Straffreiheit« (CICIG) gegangen. Am vergangenen Montag untersagte der Staatschef dem sich zur Zeit in den USA aufhaltenden Chefermittler der CICIG, dem Kolumbianer Iván Velásquez, die Rückkehr nach Guatemala. Schon am Freitag zuvor hatte Morales im Kreise hochrangiger Polizei- und Militärvertreter angekündigt, das Mandat der CICIG nicht zu verlängern, wodurch die Kommission ihre Arbeit in Guatemala im September 2019 endgültig beenden müsste.

Die CICIG wurde 2007 auf Bitten der damaligen Regierung installiert, da die guatemaltekische Justiz nicht willens oder in der Lage war, die ausufernde Korruption und organisierte Kriminalität wirksam zu bekämpfen. Zu Beginn ihrer Tätigkeit blieb sie eher unscheinbar und gelangte nur wenig in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Das änderte sich im Frühjahr ...

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