07.09.2018 / Feminismus / Seite 15

Streit um Rechte für Sexarbeiterinnen

Spanien: Prostituiertengewerkschaft gegründet. Regierung will deren Zulassung rückgängig machen

Carmela Negrete

Anfang August hat die Arbeitsgeneraldirektion in Spanien eine Gewerkschaft zugelassen, die die Rechte von Sexarbeiterinnen verteidigen soll. Pikant: Die Behörde ist der Ministerin für Arbeit, Migration und soziale Sicherheit, Magdalena Valerio von der sozialdemokratischen PSOE, unterstellt. Die aber hat erst Ende vergangener Woche von dem Vorgang erfahren – und zeigte sich empört. Sie gehöre einer »feministischen Regierung« an, die Prostitution bekämpfen wolle, erklärte sie. Die sei zudem in Spanien »nicht legal«. Deshalb werde sie alle Möglichkeiten prüfen, die Genehmigung wieder zurückzuziehen, kündigte die seit drei Monaten amtierende Ressortchefin an. Ähnlich äußerte sich kurz darauf auch der PSOE-Vorsitzende und Regierungschef Pedro Sánchez.

Die Generalsekretärin der neuen »Organisation der Sexualarbeiterinnen«, Otras (Organización de Trabajadoras Sexuales), Concha Borrell, forderte daraufhin die Regierung zum Rücktritt auf. »Sie verstehen nicht, das...

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