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07.09.2018 / Inland / Seite 8

»Endlich mal wieder Häuser besetzen«

Gegen steigende Mieten: Berliner Aktivisten kündigen »Herbst der Besetzungen« an. Ein Gespräch mit Charlie Neumann

Leonard Laurig

Im Mai dieses Jahres haben Dutzende Aktivisten mehrere Häuser in Berlin besetzt. Sie wollten damit auf das Problem der stetig steigenden Mieten in der Hauptstadt aufmerksam machen, ebenso wie auf Leerstand und Wohnungslosigkeit. Was genau war das Ziel der Besetzungen?

Es sollte ein neues soziales Zentrum in der Reichenberger Straße in Kreuzberg und ein Wohnprojekt in der Bornsdorfer Straße in Neukölln entstehen. Dort sollte ein Raum für Vernetzung und Nachbarschaftsorganisierung geschaffen werden. Letztlich ging es uns darum, selbstbestimmt das zu machen, worüber viele die ganze Zeit reden: nämlich endlich mal wieder Häuser zu besetzen.

Letzten Endes wurden alle neun Objekte noch am selben Tag von der Polizei geräumt. Seit den 1980er Jahren verfolgt der Berliner Senat bei Hausbesetzungen konsequent die sogenannte Berliner Linie. Damit ist gemeint, dass spätestens 24 Stunden nach Bekanntwerden einer Besetzung diese zu räumen ist. Welchen Sinn haben Besetzu...

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