07.09.2018 / Ausland / Seite 7

Reaktionäre unter sich

Erstmalig reiste ein philippinischer Präsident nach Israel – ausgerechnet einer, der sich mit Hitler vergleicht. Ein Kommentar von Rainer Werning

Rainer Werning

Kommt er nun, oder kommt er nicht? Diese Frage bewegte gleichermaßen die Gemüter von Menschenrechtsaktivisten in den Philippinen wie in Israel. Und schließlich kam er. Von Sonntag bis Mittwoch besuchte der seit zwei Jahren amtierende philippinische Präsident Rodrigo R. Duterte als erster Staatschef seines Landes Israel. Vor seinem Abflug aus Manila erklärte der 73jährige, er unternehme diese Reise im Sinne »unserer Vision für unser Land – nämlich ein verantwortungsbewusstes Mitglied der Weltgemeinschaft zu sein, das allen ein Freund und niemandem ein Feind ist«.

Dabei war ausgerechnet Duterte während seiner bisherigen Amtszeit tunlichst darauf bedacht, überall und jederzeit anzuecken und zu provozieren. Den Papst sowie den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama schalt er »Hurensöhne«. Vertretern der EU und der Vereinten Nationen schleuderte er ein »Fuck you« entgegen, wenn immer sie es »wagten«, die Menschenrechtsverletzungen im Namen des von Duterte entf...

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