06.09.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Monstermacher

Susann Witt-Stahl

Im Eifer des Israel-solidarischen Gefechts bringen Linke-Kochefin Katja Kipping und ihre Genossen immer häufiger Antizionismus und Israelkritik mit Judenfeindlichkeit durcheinander. Ganz konform mit der von der Bundesregierung im September 2017 verabschiedeten Antisemitismusdefinition, die im Kern von der International Holocaust Remembrance Alliance (­IHRA) formuliert wurde.

Nicht zuletzt, weil sie abgeleitet ist von dem auf die Interessen israelischer Rechtsregierungen zugeschnittenen »3-D-Test für Antisemitismus« von Natan Scharanski (Ariel Scharons Vizepremier, 2001−2005, erbitterter Gegner des Osloer Friedensprozesses), ist sie international unter Wissenschaftlern höchst umstritten. Als »verwirrend ungenau« beschreibt sie David Feldman, Direktor des Instituts für Antisemitismusforschung an der Birkbeck-Universität in London. Stephen Sedley, Exrichter und -professor in Oxford, bringt den »grundlegenden Zweck« der IHRA-Definition auf den Punkt: »Neutral...

Artikel-Länge: 3572 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe