06.09.2018 / Titel / Seite 1

Polizei macht Kleinholz

Staatsmacht rückt kurz vor geplanter Demonstration in den Hambacher Forst vor. RWE setzt offenbar auf kurzfristige Räumung

Wolfgang Pomrehn

Ist das nun schon die Räumung oder nur die nächste Drehung an der Eskalationsschraube? Am Mittwoch morgen rückte ein Aufgebot von 300 Polizisten in den Hambacher Forst vor. Der rund 200 Hektar große Wald westlich von Köln ist dem Tagebau Hambach, den der Energiekonzern RWE unbedingt ausweiten möchte, im Wege. Hier sollen Entscheidungen fallen, noch während in Berlin Gewerkschaften, Umweltschützer, Konzernvertreter, Regionalpolitiker und Anwohnervertreter über den Ausstieg aus der Kohle beraten. Der sollte eigentlich, so hatte es die Bundesregierung versprochen, im gesellschaftlichen Konsens erreicht werden.

Davon ist im Rheinland nichts zu spüren. In dem Teil des Hambacher Forstes, der seit sechs Wochen besetzt ist, bereitet RWE die Rodung von mehr als 100 Hektar Waldfläche vor. Ab dem 1. Oktober könnte sie beginnen. Schon seit der zweiten Augusthälfte kommt es im und am Wald immer wieder zu Polizeiaktionen (jW berichtete). Am Mittwoch sollten unter Poliz...

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