05.09.2018 / Feuilleton / Seite 10

Kühn, Anders

Jegor Jublimov

Natürlich können einen alten Chemnitzer, der stolz darauf war, dass seine Geburtsstadt eine Zeitlang Karl-Marx-Stadt hieß, die rechtsradikalen Umtriebe in Sachsen nicht kalt lassen. So fällt ein Schatten auf den gestrigen 95. Geburtstag von Werner Kühn. Gleich nach dem Krieg hatte er sich im Jugendverband engagiert, gehörte dem Komitee zur Vorbereitung der Weltfestspiele von 1951 an. Seine gesellschaftswissenschaftlichen Studien absolvierte er u. a. in Leipzig bei Fritz Behrens, Ernst Bloch und Hans May­er – sein Doktorvater wurde Alfred Kurella. Die wohl interessanteste Phase seines Wirkens begann, als Direktor Jochen Mückenberger Kühn als Parteisekretär ans Babelsberger Spielfilmstudio holte. Gemeinsam mit anderen versuchten die damals jungen Leute, DEFA-Filme durchzusetzen, die das Publikum gern sehen wollte und die gleichzeitig künstlerische Maßstäbe setzten. Vieldiskutierte Filme wie »Der geteilte Himmel« und...

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