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05.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mehr Netto vom Brutto

Niederländische Regierung will Steuer auf Aktiengewinne abschaffen. Großkonzerne erfreut, Investoren besorgt, Sozialisten halten dagegen

Gerrit Hoekman

Keine Steuern mehr auf Aktiengewinne internationaler Investoren. Das hat sich der niederländische Premierminister Mark Rutte bis 2020 fest vorgenommen. Dafür ist er offenbar auch bereit, die Haltbarkeit seiner Koalition aus vier Parteien auf die Probe zu stellen. Denn die erzprotestantische Christenunie und die Linksliberalen von D66 sind dagegen, halten aber still.

Nächstes Jahr soll die Dividendensteuer von jetzt 25 Prozent auf 21 Prozent sinken und danach peu à peu auf Null. Der Staat verzichtet damit laut Finanzminister Wopke Hoekstra auf mindestens 1,9 Milliarden Euro Steuereinnahmen. Einen Teil will Hoek­stra dadurch ausgleichen, dass die Unternehmenssteuer nicht so stark sinkt wie zunächst vorgesehen. Das ärgert die mittleren und kleinen Betriebe.

Große Teile der Bevölkerung schütteln über Ruttes Halsstarrigkeit den Kopf. »Sie verfestigt das Bild, dass bei den etablierten politischen Parteien die Interessen der großen Unternehmen mehr wiegen als di...

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