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04.09.2018 / Feuilleton / Seite 10

Wenn gar nichts mehr hilft

Wurstgulasch, rassifizierte Gangs, aber wer erkennt die Stadt? Detlev Bucks »Asphaltgorillas«

Peer Schmitt

Es war einmal, und es regnete. Katzen und Hunde. So als weinte der Himmel bitterlich über das Elend deutschen Films und deutscher Schrift. Es regnete so sehr, dass die obligatorische Currywurst im Pappteller zur Wurstgulaschsuppe wurde.

Das hätte schlechte Laune machen können. Doch der Held (Samuel Schneider) hatte sich klugerweise untergestellt, um in einem dieser überkommenen Berliner Partyhinterhöfe mit Blick auf die neonbeleuchtete Straße am Lumpenhorizont einen Spliff anzuzünden.

Dieser Held war offensichtlich einer unserer Zeit, dennoch aber hilfsbereit genug, um den Currywurstgulaschsuppenessern im Neonhinterhof zur geteilten Entspannung einen Zug von seinem Spliff anzubieten. Leider erwiesen sich die fluchend durchnässten Billigesser als sogenannte Zivilfahnder. Verhaftung drohte da dem geistesgegenwärtigen Helden, und das in einem Landstrich (Berlin), wo maßvoller Marihuanakonsum zwar nicht völlig legal, jedoch kriminalpolizeilich sehr weitgehend...

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