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04.09.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Protest wird abgesägt

Landespolitiker haben kein Interesse an Deeskalation im Hambacher Forst. Umweltschützer halten Rodung für unzulässig

Wolfgang Pomrehn

Im Rheinischen Braunkohlerevier, am Tagebau Hambach, spitzt sich die Situation zu, während von der Düsseldorfer Landesregierung und der Bundesregierung unterschiedliche Signale kommen.

In den vergangenen Tagen sind zwei Fahrzeuge von Braunkohlegegnern im benachbarten Ort Buir aus bisher ungeklärten Gründen abgebrannt. Der Energiekonzern RWE will seinen Tagebau ausweiten und dazu über die Hälfte eines alten Waldes abholzen. Am 1. Oktober könnten die Rodungen beginnen. Der Wald ist von Aktivisten mit mehreren Baumhäusern und Zeltlagern bereits seit sechs Jahren besetzt. Sie werfen dem Konzern und der Polizei »psychologische Kriegführung« vor. 400 Menschen hätten sich aber am Sonntag selbst durch Personenkontrollen nicht abschrecken lassen, zum Waldspaziergang zu kommen.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte in der vergangenen Woche gefordert, die Rodung auszusetzen, solange die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (die sogen...

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