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04.09.2018 / Ausland / Seite 2

»Den Menschen nicht noch mehr zumuten«

Auch Marktliberale raten von einer Fortsetzung des »bedingungslosen Sparkurses« in Griechenland ab. Ein Gespräch mit Matthias Kullas

Nico Popp

Herr Kullas, Anlass unseres Gesprächs ist ein Einspruch Ihrerseits: Sie hatten die Darstellung Ihrer Position in meinem jW-Beitrag zum Ende der »Griechenlandrettung« moniert. Meine Interpretation Ihrer Aussage, dass Griechenland »immer noch über seine Verhältnisse« lebe, war die: Sie wollen den Griechen noch viel mehr Geld wegnehmen, also die Verarmungspolitik noch radikalisieren. Sie sagen, das stimmt nicht. Warum?

Das griechische Bruttoinlandsprodukt lag im vergangenen Jahr 17 Prozent unter dem Niveau von 2010, das Konsumniveau sogar um 25 Prozent darunter. Dies zeigt deutlich, dass der Ansatz gescheitert ist, Griechenland durch einen bedingungslosen Sparkurs zu sanieren. Selbst der frühere Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hat eingeräumt, dass die Reformauflagen überzogen waren. Damit Griechenland die Krise hinter sich lassen kann, benötigt das Land Wirtschaftswachstum. Wirtschaftswachstum würde dazu führen, dass die Einkommen der Menschen in Grie...

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