03.09.2018 / Politisches Buch / Seite 15

Rufschädigende Vorfälle

Materialreich, aber mit fragwürdigen Deutungen: Ein neues Buch zur Geschichte der Treuhandanstalt ist erschienen

Jörg Roesler

Über die Treuhandanstalt (THA) ist bereits viel geschrieben worden. Was hat den Autor bewogen, dem Thema erneut einen gewichtigen, mehr als 750 Seiten umfassenden Band zu widmen? Sein Anliegen erläutert Marcus Böick im Vorwort: Das Urteil der Autoren über die THA sei sehr unterschiedlich ausgefallen. Die einen betrachteten sie als Ursache der ostdeutschen Deindustrialisierung, die anderen lobten das Engagement der Treuhandmitarbeiter, die einen Auftrag »ohne historisches Vorbild«, zu dem es »keine Alternative« gab, erfolgreich bewältigt hätten.

Einen Weg aus diesem »verschlungenen Dickicht von Deutungen und Meinungen« über die Treuhand könne man nur finden, meint Böick, indem man nicht ausschließlich nach ökonomischem Erfolg oder Misserfolg der Privatisierung frage, sondern sich der Analyse der Treuhand anders als bisher, nämlich »dezidiert zeithistorisch«, zuwende. Das bedeute, so Böick, die Frage zu stellen, »wie, durch wen und auf welche Weise der Über...

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